Unsere Kirche

Herzlich Willkommen

 

auf der Website der evangelischen Kirchengemeinde Leopoldshafen.

Aktuelles, Hintergründiges und Informatives finden sie hier über unsere Kirchengemeinde.

Viel Freude dabei!

 

Bitte beachten Sie die neuen Rubriken "Corona-Zeit" und "Advent und Weihnachten 2020" in der linken Menüleiste oder klicken Sie auf den entsprechenden Link!

Für eine bessere Übersicht haben wir in den beiden Rubriken alle bisherigen Informationen der Startseite übersichtlich aufgelistet.

Informationen für die Zeit vom 22.01.-31.01.2021

Wochenspruch zum 3. Sonntag nach Epiphanias
"Es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes." (Lukas 13,29)

Liebe Gemeindeglieder, liebe Besucher*innen unserer Website,
in der zu Ende gehenden Woche durften wir erleben, wie in den USA, nach der gewaltsamen Stürmung des Kapitols, die Amtseinführung des neuen Präsidenten doch friedlich gelingen konnte, und wie der neue Präsident in seinen ersten Amtshandlungen deutliche Zeichen dafür gesetzt hat, dass "America first" nicht die einzige Motivation für das politische Handeln der Weltmacht USA sein kann. Für mich ein Grund dankbar zu sein.
Bei uns wurden die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Ausbreitung noch einmal verschärft und bis heute wird heftig darüber diskutiert, wann - angesichts sinkender Infektionszahlen - eine Lockerung in unterschiedlichen Bereichen wieder möglich ist. In England breitet sich die mutierte Form des Corona-Virus weiterhin sehr stark aus, die Infektions- und Todeszahlen steigen.
In all dem lenkt Jesus im Wochenspruch mit einer großen Verheißung unseren Blick weg von uns, weg von der Gegenwart, hin zu Gottes Zukunft. Sein Reich des Friedens, in dem die Menschen aller Völker in Frieden vereint sind am Tisch Gottes. Gerade in einer Zeit, in der wir so oft auf das schauen, was uns selbst betrifft; wo in vielen Ländern dieser Welt der Nationalismus wieder Raum gewinnt, wird uns hier gewissermaßen eine globale Vision vor Augen gemalt. Gottes Verheißung ist die versöhnte Einheit aller Menschen, die versöhnte Einheit von Mensch und der Natur, die ihn umgibt.
Mir machen diese Worte Hoffnung und Zuversicht, weil sie mich inmitten von Lockdown, von Infektions- und Todeszahlen daran erinnern, wer letztlich diese Welt und unser Leben in seiner Hand hält.

Unser Gemeindeleben ist weiterhin durch die Einschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens geprägt, doch hoffen wir, dass es bald wieder möglich sein wird, in unserer Kirche Gottesdienste zu feiern, und dass sich bald auch wieder die Gruppen und Kreise treffen können.
Bitte beten Sie weiter für unsere Gemeinde: für unsere Kindertagesstätte Rheinpiraten, für die Kinder und ihre Familien, für das Team der Mitarbeitenden dort; für die Menschen in unserer Gemeinde, die unter den Einschränkungen der Corona-Maßnahmen leiden; für alle, deren berufliche Zukunft gefährdet ist; für unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden; für die Familien, die es schwer haben, die Arbeit und die Betreuung der Kinder zu bewerkstelligen; für die Kranken und Sterbenden und für die, die sie begleiten; für alle, die trauern, um einen Menschen; für das Personal in unserer Diakoniestation, wie auch für die Mitarbeitenden und die Bewohner der Senioren-Wohn- und Pflegeeinrichtungen in unserem Ort, sowie für all die anderen, die dringend auf Hilfe, auf Zuwendung und Ermutigung angewiesen sind.
Auf dem Gebet liegt eine große Verheißung und auch wenn die Gottesdienste in der Kirche ausgesetzt sind, gibt es für uns alle viel Gelegenheit, mit Gott zu sprechen, ihn zu loben und ihm zu danken, und ihm all das hinzulegen, was uns belastet und beschäftigt.

Hier ein paar Hinweise zum Programm der Woche:

Gottesdienste auf den Youtube-Kanälen der Kirchengemeinden

Den Gottesdienst am 1. Sonntag nach dem Erscheinungsfest (10. Januar 2021) finden Sie am Sonntag auf unserem Youtube-Kanal. Hier werden Sie auf die entsprechende Seite auf Youtube geleitet. Auf unserem Youtube-Kanal finden Sie auch weitere Gottesdienste aus den zurückliegenden Monaten.
Wenn alles klappt werden wir für den 31. Januar wieder einen Gottesdienst dort veröffentlichen können.

Auch unsere Nachbargemeinde veröffentlicht auf ihrem Youtube-Kanal Gottesdienste und Andachten. In diesen Wochen finden Sie dort eine Predigtreihe zum Thema "Ruhe". Über den folgenden Link kommen Sie direkt auf den YouTube-Kanal der Evang. Kirchengemeinde Eggenstein: https://www.youtube.com/channel/UCyAX_sMn0LjOxWPIAhGh4Zw

Immer noch Unterstützung gesucht!
Da die Aufzeichnung eines Gottesdienstes und die Aufbereitung für die Veröffentlichung im Internet eine sehr anspruchsvolle und zeitaufwändige Aufgabe ist, können wir leider nicht jeden Sonntag einen Gottesdienst aufzeichnen. Wenn jemand von Ihnen die entsprechenden Kenntnisse, sowie das notwendige Equipment zur Videobearbeitung hat und darüber hinaus Freude daran hätte, bei den Gottesdienstaufzeichnungen mitzuarbeiten, dürfen Sie sich gerne im Pfarramt melden. Wir sind für jede Mithilfe dankbar!

Predigten zum Download und als Ausdruck
Auch wenn in der Kirche kein öffentlicher Gottesdienst gefeiert wird, so werden die Predigten für die Sonntage, wie bisher, hier auf der Homepage zu Download hinterlegt. Am Seiteneingang des Gemeindehauses liegen ausgedruckte Exemplare zum Mitnehmem bereit. Wenn Sie an Wochenenden jeweils einen Ausdruck der Predigt in Ihren Briefkasten eingeworfen haben möchten, melden Sie sich doch bitte im Pfarramt. 

Ansonsten finden Sie hier auf unserer Website auch Links zu anderen Angeboten in Internet und TV. Auch auf www.ekiba.de hat die Landeskirche solche Angebote aufgelistet.

Vielen Dank für Ihre Spenden!
Ein herzliches Dankschön an alle, die sich bisher an der Spendenaktion für das Projekt "Beschallungs- und Videotechnik für die Kirche" beteiligt haben; es wurden mehr als 3500 € von Ihnen gespendet! 
Wenn Sie dieses Projekt oder die Arbeit der Kirchengemeinde Leopoldshafen allgemein mit einer Spende unterstützen möchten, können Sie das gerne über das Konto der Kirchengemeinde (Volksbank Karlsruhe eG, IBAN: DE94 6619 0000 0026 0147 86) tun. Wir freuen uns über jede Spende! Jeder Euro hilft!

Von Herzen wünsche ich Ihnen gesegnete Tage, bleiben Sie von Gott bewahrt.
Herzliche Grüße
Ihr Pfarrer Matthias Boch

Kindergottesdienst online miterleben
Der Kindergottesdienst findet ausschließlich online über Skype statt. Wenn Ihr am Online-Kigo teilnehmen möchtet, findet Ihr die Termine und weitere Informationen hier auf der Website unter dem Menüpunkt "Kinder, Kinder".

Ein Advents- und Weihnachtsfenster der Konfirmandengruppe des Jahrgangs 2020-2021

Die Konfirmandinnen und Konfirmanden haben ein ganz besonderes Advents- und Weihnachtsfenster für Sie und Dich gestaltet. Das Bild aus Tonkarton, Transparentpapier und Licht lässt Stück für Stück die wunderbare Geschichte von Weihnachten sichtbar werden. Bis Mitte Januar wurde es jeden Abend beleuchtet. Hier können Sie das Fenster auch jetzt noch anschauen.
Die Konfis des Jahrgangs 2020-2021

Die Geschichte zum Bild – Teil 1

Maria und Josef machen sich auf den Weg (Lukas 2,1-5)

Unser Bild startet dort, wo auch Lukas in seinem Evangelium mit der Geschichte von der Geburt Gottes in der Welt beginnt: Maria und Josef machen sich auf den Weg nach Bethlehem, wohin sie auf Befehl des römischen Kaisers wegen der Volkszählung kommen müssen. Im Evangelium nach Lukas lesen wir:

21Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. 2Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. 3Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt. 4Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das judäische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, darum dass er von dem Hause und Geschlechte Davids war, 5auf dass er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger.

 

Adventsfenster GHS 2020

 

Die Geschichte zum Bild – Teil 2

Die Hirten auf dem Feld (Lukas 2,6-15)

Die Hirten lebten damals am Rande der Gesellschaft, ganz unten im sozialen Gefüge. Doch die Hirten sind die ersten, die von der Geburt des Retters und Erlösers erfahren. Sie bekommen die Botschaft von Engeln überbracht und zweifeln nicht eine Sekunde, sondern machen sich auf den Weg, um das Kind zu sehen und in ihm Gott selbst anzubeten. Lukas schreibt:

6Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, dass Maria gebären sollte. 7Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge. 8Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. 9Und des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. 10Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; 11denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. 12Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. 13Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: 14 Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens. 15Und da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen gen Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat.

Es sollte uns nachdenklich machen, dass Gott die Hirten so in die Geschichte einbezieht. Wie wir Menschen einordnen und manchmal auch ablehnen, ist für Gott nicht wichtig. Er liebt alle gleich und freut sich über alle, die im Glauben zu ihm finden. Den Armen und Schwachen, den Ausgestoßenen und Verachteten wendet Gott sich hier und später auch durch Jesus selbst immer wieder liebevoll zu. So fordert uns dieser Teil der Weihnachtsgeschichte auf, zu versuchen, die anderen und auch uns selbst mit den Augen der Liebe Gottes zu betrachten.

 

Adventsfenster GHS 2020

 

Die Geschichte zum Bild – Teil 3

3. Teil: Gottes Sohn ist geboren – Hirten und Weise kommen, um ihn anzubeten

Das Bild ist vollendet. Wir sehen ganz unterschiedliche Menschen zum Stall und zur Krippe kommen. Da sind die Hirten, eingeladen von den Engeln, noch ganz erfüllt vom himmlischen Licht und von dem Gesang, den sie gehört haben, und vermutlich noch ganz außer Atem, weil sie es nicht versäumen wollten, das Kind zu sehen, von dem die Engel ihnen berichtet hatten. Und da sind die Weisen aus dem Morgenland. Sterndeuter, Männer von großer Gesellschaftlicher Bedeutung in ihrem Land. Sie haben gesucht und gefunden und haben in diesem kleinen Kind den wahren König der Welt, den König des Himmels, den Sohn Gottes erkannt. Darum beschenken sie das Kind mit wunderbaren Gaben: Gold, Weihrauch und Myrre und zeigen damit ihre Verehrung. Lukas erzählt:

Die Hirten kommen, um ihn anzubeten (Lukas 2,6-7+16-20) 16Und die Hirten kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. 17Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. 18Und alle, vor die es kam, wunderten sich über die Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten. 19Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. 20Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war. Der Besuch der Weisen aus dem Morgenland (Matthäus 2,1-12) 21Da Jesus geboren war zu Bethlehem in Judäa zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem und sprachen: 2Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, ihn anzubeten. 3Als das der König Herodes hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem, 4und er ließ zusammenkommen alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes und erforschte von ihnen, wo der Christus geboren werden sollte. 5Und sie sagten ihm: Zu Bethlehem in Judäa; denn so steht geschrieben durch den Propheten (Mi 5,1): 6»Und du, Bethlehem im Lande Juda, bist mitnichten die kleinste unter den Fürsten Judas; denn aus dir wird kommen der Fürst, der mein Volk Israel weiden soll.« 7Da rief Herodes die Weisen heimlich zu sich und erkundete genau von ihnen, wann der Stern erschienen wäre, 8und schickte sie nach Bethlehem und sprach: Zieht hin und forscht fleißig nach dem Kindlein; und wenn ihr’s findet, so sagt mir’s wieder, dass auch ich komme und es anbete. 9Als sie nun den König gehört hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, ging vor ihnen her, bis er über dem Ort stand, wo das Kindlein war. 10Da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut 11und gingen in das Haus und sahen das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe. 12Und da ihnen im Traum befohlen wurde, nicht wieder zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem andern Weg wieder in ihr Land.

Alle beten sie das Kind an und laden auch uns ein, zur Krippe zu kommen und in dem Kind den zu finden, der auch uns Vergebung, Heil und Segen schenken will. Das Kind in der Krippe ist auch der, der später als Erwachsener durchs Land zog und den Menschen mit Worten und Taten von Gottes Liebe erzählte. Das Kind in der Krippe ist auch der Mann am Kreuz, gekreuzigt für uns, damit wir frei sind von Sünde und Schuld. Das Kind in der Krippe ist der Auferstandene, der an Ostern den Tod besiegte und uns den Weg in ein Leben mit der Perspektive Ewigkeit öffnete. Weihnachten bleibt so lange nur eine alte Geschichte, bis wir begreifen, dass das, was dort geschehen ist, für uns geschah, für Sie, für Dich und für mich.

 

Adventsfenster GHS 2020

 

Lebendiger Advent am 14.12.20 bei Familie Gündert in der Waldstraße

Ewigkeitssonntag 2020

Die Geschichte des Nussknackers

Friedrich Wilhelm Füchtner, ein Kunsthandwerker aus dem Erzgebirge, erfand 1870 das erste "Serienmodell" des Nussknackers. Dass die Figur eines Tages zum Star eines internationalen Ballettklassikers werden würde, konnte er nicht ahnen.

Eine deutsch-französisch-russisch-amerikanische Geschichte

Weltweit bekannt wurde der Nussknacker durch seine Auftritte in unterschiedlichen Kulturen. Autoren aus verschiedenen Ländern übernahmen gegenseitig Teile ihrer Erzählungen. Internationale Urheberrechtsvereinbarungen gab es damals nicht. Eine erste Version der Geschichte des Nussknackers stammt von E.T.A. Hoffmann aus dem Jahr 1816. Der Titel: "Nussknacker und Mausekönig". Sie inspirierte Füchtner über 50 Jahre später zu seiner Figur. Hoffmanns Märchen wurde 1844 von dem französischen Schriftstellers Alexandre Dumas dem Älteren adaptiert. Die Handlung diente als Grundlage für die 1892 von Marius Petipa und Lev Ivanov choreographierte, russische Ballettaufführung mit Musik von Peter Tschaikowsky. Die erste vollständige Aufführung des Balletts erreichte England im Jahr 1934, Deutschland sogar erst 1960. In den USA wurde das Stück erstmals Weihnachten 1944 von der San Francisco Ballett Company aufgeführt. Es war dort ein solcher Hit, dass es seither jedes Jahr wieder gezeigt wird und mit Hunderten von Produktionen pro Jahr ein fest verankertes Weihnachtsritual in den USA und auf der ganzen Welt ist. Ähnlich populär wie das Ballett wurde die Nussknacker-Figur. Sie fand ihren Weg in die Häuser der Welt nach dem Zweiten Weltkrieg: Damals musste die Holzschnitzerei Steinbach, spezialisiert auf Nussknacker, das Erzgebirge verlassen und nach Hannover umziehen. Dort waren viele US-amerikanische Soldaten stationiert, die den hölzernen Kerl direkt ins Herz schlossen und begannen, ihn als typisch deutsches Souvenir an ihre Familien in der Heimat zu verschenken. Bei einem Besuch im Erzgebirge in Seiffen zogen auch mich die berühmten Holzfiguren aus dem Osten Deutschlands in Ihren Bann. Neben den verschiedenen Werkstätten der Region ist das Nussknackermuseum in Neuhausen - das "erste Nussknackermuseum Europas" - eine beliebte Station. Dort gibt es die größte Nussknacker-Sammlung der Welt zu bestaunen. Auf die Frage, warum der Nussknacker schon immer so eng mit Weihnachten verbunden ist, gibt Museumsinhaber Uwe Löschner eine pragmatische Antwort: "Während der Weihnachtszeit verwendeten arme Menschen Nüsse, um den traditionellen Christstollen und Kekse zu backen. Die Nussknacker wurden genutzt, um diese Nüsse zu knacken." Doch die Figur ist mehr als nur ein schönes Werkzeug. Ihre Symbolik wird über Generationen und Länder hinweg verstanden: dank eines Märchens und seiner universellen Botschaft vom Triumph des Guten über das Böse.

Nachdenkliches zu Weihnachten:

Haben wir von allem zuviel? Eindeutig ja. Und von Gott zu wenig? Schwere Frage. Gibt es von Gott „zu wenig“?In einer jüdischen Geschichte fragt ein Lehrer seine Schüler: „Wo wohnt Gott?“ Ein Schüler: „Was für eine Frage! Es gibt keinen Ort, wo Gott nicht ist!“ Der Lehrer: „Gott wohnt, wo man ihn einlässt.“ ...vorausgesetzt, es gibt für Gott noch Platz neben dem „zu Vielen“. Das ist ein mystischer Gedanke, so wie jede Annäherung an Gott und jedes Gebet einen mystischen Grund hat. Ich finde Gott ja nicht im äußeren Raum. Als Christ sage ich: Ich finde Gott als inneres Licht in mir. Ich finde ihn in anderen Menschen. Ich finde Gott vor allem im Menschen Jesus Christus. Einer der ältesten Sätze christlicher Mystik stammt von Paulus: „Ich lebe. Aber nicht ich, Christus lebt in mir.“ Er ist da, auch wenn er sich nicht immer zeigt. Wenn das so ist, habe ich von Gott nie zu wenig. (Andreas Hüser Diplomtheologe)

Wir wünschen Ihnen allen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit. Bleiben Sie gesund und von Gott behütet.

Herzliche Grüße
Ruth und Helmut Gündert

Lebendiger Advent bei unserer Kantorin Hanne Ernst

Adventsfenster Frau Ernst

Schön war es im Hof von Hanne Ernst für ca. 10 Personen, die sich - coronabedingt mit Abstand und Schutzmasken - zusammenfanden, um das adventlich gestaltete Fenster zu betrachten. Der Hof war mit vielen Kerzen versehen, die ein angenehmes Licht ausstrahlten und wunderbar auf die kommende Weihnacht einstimmten. 

Frau Ernst spielte zwei Strophen des Adventsliedes "Wir sagen euch an, den lieben Advent" auf der Posaune, bevor die Besucher sich leider wieder verabschieden mussten, ohne wie in den Jahren zuvor noch ein wenig zu verweilen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Trotzdem waren alle dankbar, dass der "Lebendige Advent" hier stattfinden konnte. 

Lebendiger Advent in der KITA Rheinpiraten

Adventsfenster Kita 2020

Mischas Reise zum Christkind

Mischa, der Bär, soll dem Christkind Geschenke bringen. Bis zum 24. Dezember hat er Zeit. Jedes Tier gibt ihm etwas für das Christkind mit.

Eine Nuss vom Eichhörnchen, eine Mohrrübe vom Hasen. Vom Fuchs bekommt er einen Tannenzapfen, das Reh gibt ihm ein weiches Mooskissen, damit das Christkind weich liegt. Weiter geht es mit einem schönen Stein vom Frosch, einem Lied der Amsel und dem schönsten Netz einer Spinne. Der Igel verschenkt eine Kastanie, der Hund einen Knochen, das Huhn ein Ei, die Maus ein Weizenkorn. Noch viel mehr Tiere geben Mischa Geschenke für das Christkind: Die Katze ein Schnurren, die Elster ihren Silberlöffel, das Pferd ein Band aus seiner Mähne. Der Pfau gibt eine Feder, das Schaf von seiner Wolle, das Murmeltier ein Edelweiß, die Schlange einen Tanz. Vom Löwen gibt es die Krone, vom Affen die Kokosnuss, vom Seehund ein Ball, von der Möwe eine Muschel. Zum Schluss noch vom Fisch eine goldene Kette.

Mischa packt die Geschenke beim Christkind aus. Das Lied der Amsel singt er und das Schnurren der Katze ahmt er nach. Den Tanz der Schlange tanzt er.

Traurig wird er, als er merkt, dass er nur 23 Geschenke, und keine 24 hat. Sein eigenes fehlt!

Doch Maria beruhigt ihn. Sein Singen, Schnurren und Tanzen wäre fast das schönste Geschenk!

Und als er zur Krippe sieht, bemerkt er, dass das Christkind lacht!

Nach: „Mischas Reise zum Christkind“ – 24 Adventskalender-Geschichten Von: Ingrid Uebe, Susanne Mais 6. Auflage 2020, Arena Verlag GmbH, Würzburg 1998

Zusätzliche Informationen