Im Frauenkreis am 11.04.2011 berichtete uns Frau Nagel von Madame Marie Curie, der großen Physikerin. Wir hörten einen kurzen Abriß des wechselvollen Lebens der Wissenschaftlerin, die - in Polen geboren und aufgewachsen - später in Paris lebte. Sie erhielt für ihre Forschungen 1903 anteilig den Nobelpreis für Physik und 1911 den Nobelpreis für Chemie. Sie untersuchte die Strahlung von Uranverbindungen und prägte das Wort "radioaktiv".

Nach dem Unfalltod ihres Ehemannes Pierre Curie trat sie in seine Fußstapfen und wurde schließlich 1908 auf den für ihn geschaffenen Lehrstuhl für allgemeine Physik an der Sorbonne - der ältesten Uni von Paris - berufen. Sie war die 1. Frau und die 1. Professorin, die an der Sorbonne lehrte.

Obwohl die weltweit bekannteste Physikerin quasi in der Atomforschung tätig war, hat sie mit der Entwicklung der tödlichen Atombombe nichts zu tun.

Im Gegenteil: Durch ihr selbstloses Wirken in der Grundlagenforschung mit ihren vielen Neuentdeckungen hat die heutige Menschheit nur profitiert und ihr deshalb viel zu verdanken. (Chemotherapie, Radiumbestrahlungen bei Krebserkrankungen ect.)

Sie war gut bekannt mit Albert Einstein. Was wir alle nicht wußten: Einstein war gläubiger Christ und litt sehr darunter, die Atomforschung betrieben zu haben.