Der letzte Frauenkreis als „Bunter Abend“ vor den Sommerferien, gehalten von Frau Nagel, am 11. Juli 2011

Sie hatte gleich mehrere Überraschungen für uns parat: Da gab es die Umstellung der Tische für notwendiges, größeres Platzangebot. Es folgte die Anmerkung, dass es im Laufe des Abends noch mehr Überraschungen gäbe. Das machte neugierig.

Das Thema: "Ob Christen etwas zu lachen haben" hatte Frau Nagel mit Witzen der verschiedenen Konfessionen aus Büchern wie "Voller Witz und Weisheit" von Axel Kühner und "Humor in der Kirche" unterlegt. Interessant die Tatsache, dass es nicht stimmt, dass das Lachen keine Anknüpfungspunkte in Bibel und Kirchengeschichte habe. Schon zu Weihnachten singen wir: "Gottes Sohn, o wie lacht." Zudem gab es "das erlösende Lachen" bereits im mittelalterlichen Ostergottesdienst. Weitere Spuren des Osterlachens finden wir auch im Gesangbuch in Paul Gerhardt's Lied: "Die Welt ist mir ein Lachen". Heutzutage sehen wir das Lachen zu Recht als Befreiung an; als Widerspruch gegen das, was mit letztem Ernst nach uns greifen will. So sollte der Lacher einen Schritt zurücktreten und mit einem Augenzwinkern auf das schauen, was sich selbst so ernst nimmt. Dabei verliert das Bedrängende seinen Schrecken und wird beim Lachen klein. Die von Frau Nagel vorgetragenen Witze waren Beweise dafür. Das Erlösende am Lachen ist, "miteinander zu lachen anstatt übereinander".

Gemeinsames Lachen befreite auch uns! Herr Nagel erschien als Besucher und Musiktechniker. Er gab uns damit die Möglichkeit, unserem - am Tag ihrer goldenen Hochzeit in der Kirche aufgenommenen - Gesang zu lauschen. Inzwischen hatten sich 3 Personen unbemerkt in die Küche zurückgezogen und erschienen bald darauf im Gänsemarsch unter aufkommendem Gelächter wieder im Raum. Frau Nagel verkleidet als Richter in entsprechender Amtsrobe, Frau Ernst als Stadtstreicher mit kesser Mütze der Marke "Baseball-Cap" und Frau Rust als vertrottelter Protokollschreiber. Wie das Stück hieß, wurde nicht verraten, denn das hätte die Pointe zerstört. Auch hier: großes Gelächter zum Schluss, denn "Der stumme Musikant" war gar nicht stumm, sondern bedankte sich beim Richter für den Freispruch laut und deutlich mit den Worten: "Vielen Dank Herr Richter - und auf Nimmerwiedersehen!" Nach Beruhigung des Publikums bei köstlichem Eisgenuss, kredenzt von Herrn Nagel als klingelnder Eisverkäufer, verlief der Abend bei noch mehr heiteren Geschichten und Gedichten. Es war ein schöner Abschied in die Ferien! Danke, liebe Frau Nagel! Wir freuen uns schon heute auf die Frauenkreisveranstaltungen nach den Sommerferien! B.R.